Die großen abgerundeten Berge scheinen, vom Südwesten kommend, anzusteigen. Wenn Ihr Euch der Gegenwart der Berge im Norden bewusst geworden seid, dann seid Ihr wahrscheinlich in der Gegend angekommen, die man The Mearns nennt, rote Erde und Weideland in einem großen Tal zwischen Bergen und Meer.
Aber es gibt Wege, die Berge zu überqueren, um das land jenseits davon zu erkunden. Die A93 von Perth und Blairgowrie vermittelt Euch den richtigen Eindruck der Gebirge und führt Euch in das Tal des Flusses Dee. Nicht weit davon entfernt liegt die wohl berühmteste Burg Schottlands, Balmoral; die private Sommerresidenz der Königlichen Familie. Der Ursprung der königlichen Verbindung mit dem Tal geht mehr als ein Jahrhundert in die Geschichte zurück.
Ihr könnt die Mearns auch ohne Eile auf der B974 in Richtung fettercairn verlassen, wo eine Whiskydestillerie einen sehr guten Single Malt Whiskey produziert. Diese kleineStraße durchquert eine sehr bekannte Landschaft, die Cairn ò Mount, ein großer Berg Steine, ungefähr 3.000 Jahre alt! Von dort kann man einen Blick nach Norden über Moore und Berge, welche in Richtung Royal Deeside abfallen, schweifen lassen. In The Mearns sind kleine interessante Dörfer zu entdecken. Diese stehen in Verbindung mit dem schottischen Schriftsteller Lewis Grassic Gibbon.
Es gibt auch eine schöne Küste, besonders wenn Ihr ein Papageientaucher seid. Das Tal des Flusses Dee mit seinen Kieferwäldern und dem Hintergrund der Berge ist ein weiterer Höhepunkt: Einfach eine der schönsten Landschaften dieser Art in Schottland.
Es können um Balmoral eine Fülle von Burgen und Gemeinden zwischen Bergen, wie Breamer und Ballater, besichtigt werden.
Das ist eine Landschaft, wo Entdeckungen in kleinen Falten und Niederungen im wogenden Terrain gemacht werden, die Türme der Burgen sind halbverdeckt entlang des Tales und ein Spaziergang am Flußufer zeigt Hinweisschilder, halbverdeckt vom üppigen Grün des Hochsommers. Man kann sagen, es ist romantisch und friedlich.
Einfach dastehen und sich den Kopf zerbrechen über gefallene Ringe uralter Steine, über unbegreifliche alte Zusammenkommen von Gestein aus unbekannten Absichten. Das Knattern eines vorbeifahrenden Traktors bringt Euch wahrscheinlich zurück ins 20. Jahrhundert. Der Traktorfahrer und der Erbauer des neolithischen Steinhügels oder Ringes würden womöglich die gleichen Sorgen über Jahreszeiten und die Ernte und das pünktliche Heimbringen der Ernte haben.
Vergangenheit und Gegenwart treffen sich auf sonderbaren Wegen, aber vielleicht ist es die fremde Atmosphäre, welche sich noch immer an diesen uralten Steinen, die Ihr draußen auf den Feldern von Aberdeenshire finden könnt, festklammert.
Und heute gibt es wohl ein größeres gebautes Kulturerbe von Burgen und prachtvollen Herrenhäusern, in einigen Fällen ein bißchen verändert, als sonst irgendwo in Schottland.
Das ist das wellige Flachland bei Buchan, das letzte Regal in der nördlichen Reise. Plötzlich ist da kein Land mehr; das letzte Feld scheint wie gehackt gleich hinter dem Gartenzaun des Bauern. Gerade als sich das Auge an den sanften Horizont gewöhnt hatte, liegt die Betonung wieder auf vertikel.
Hier ist eine der schönsten Klippenlandschaften in Schottland, nicht so sehr bekannt, aßer von Liebhabern, den Glücklichen, die ihre Sommerhäuschen in den alten Fischerdörfern haben oder den Vögelbeobachtern, die kommen, um die nur auf dem schottischen Festland vorkommenden Tölpelkolonie bei Troup Head, zwischen Macduff und Fraserburgh, zu beobachten. Es gibt auch andere Kolonien von Seevögeln, z.B. Dreizehenmöven, Eisturmvögel, Lummen und Tordalks.
Sanend hat nicht nur eine schöne Küstenlage, den schönen Strand überschauend, sondern auch Plätze, wo Ihr den frischesten Fisch kaufen könnt. Eines der ältesten traditionellen Räucherhäuser im Nordosten ist ebenfalls hier.