Allgemeines
Für die Gebiete des Norden und Westens inkl. Inseln gilt, daß die Gebiete seit den Clearances (Vertreibung der Bauern ab 1800, um für Schafe Platz zu machen) über weite Strecken menschenleer sind. Vielfach sieht man verfallene Bauernhäuser inmitten unendlicher Weiten, wo auf den ersten Blick nur Schafe leben. Dörfer sind mitunter sehr klein und bestehen gar nur aus einem einzigen bewohnten Haus. Dennoch findet man immer wieder kleine Geschäfte, die alle notwendigen Dinge des täglichen Lebens führen, die Post erledigen und manchmal auch eine kleine Tankstelle betreiben. Die Preise sind allerdings empfindlich teurer als in den Supermärkten der Städte. Die letzte Stadt im Norden ist Inverness. In Inverness bekommt man alles, nördlich davon sieht es schon schlechter aus. Ganz im Norden ist Thurso relativ gut mit Geschäften (inkl. Supermarkt) bestückt. Auch Kirkwall auf den Orkneys hat relativ viele Geschäfte, Lerwick auf den Shetlands ist eher klein, es gibt zwar einen Supermarkt, eine Einkaufsstraße, die Auswahl ist aber sehr eingeschränkt. Die Einwohner der Inseln bestellen viele Güter im Versandkatalog bzw. fliegen einige Male im Jahr nach Glasgow oder Edinburgh zum Einkaufen.
Je weiter man in die Highlands kommt (gilt auch für Inseln), desto kleiner werden die Straßen. (siehe auch “Verkehr”) Daher sind auch die Fahrzeiten eher lang. (Die Fahrt Ullapool – Thruso entlang der NW-Küste ist aber durchaus an einem Tag machbar.) Vorsicht: Tankstellen sind sehr rar! Auch die Austattung mit Pubs ist eher dürftig, es empfiehlt sich allgemein beim Supermarkt einzukaufen ein Picknick in der wunderschönen schottischen Landschaft zu machen.
Fast zwei Drittel Schottlands nehmen die Highlands ein - eine Landschaft, die sich sehen lassen kann. Da gibt es spektakuläre Bergpanoramen, atemberaubende Aussichten auf hohe, rauhe Gebirgszüge und in lange, düstere Täler. Dukle, unergründlich tiefe Seen und leise murmelnde Flüsse und Bäche kontrastieren mit grauen Hochmoorebenen und wenigen landwirtschaftlich genutzten Regionen. Die Highlands sind im Verständnis der Besucher das wahre Schottland. Hier war jahrhundertelang das soziale Leben nach den Prinzipien der Clans organisiert, hier herrschten die Chieftains über das Land und ihre Untertanen, hier focht eine Sippe gegen die andere. Diese Highlands wurden oft von Sir Walter Scott beschrieben.
Die auch als “Traumstraße der Highlands” bekannte A9, die von Stirling über Perth und vorbei an einer Reihe kleiner, attraktiver Dörfer nach Inverness, der Hochlandkapitale führt, folgt ebenfalls der Streckenführung der Generale Wade.
Bei Inverness liegt unter anderen Loch Ness und das graue Hochmoor von Culloden, wo 1746 die letzte Schlacht zwischen Engländern und Schotten stattfand. Wir empfehlen nicht nur nach Loch Ness zu suchen, sondern auch das ” Battlefield of Culloden” zu besuchen. Ein Visiter Centre erklärt die geschichtlichen Zeitgeschehen.
Aufgrund des großen Umfangs der Highlangs unterscheiden wir zwischen folgenden Gebieten:
A) Grampian Highlands (Natur pur, Mittelhighlangs)
B) Zentrale Highlands (nördlichster Teil Schottlands, Hochhighlangs)
bei Perth, Scone Palace und Scone Abbey
The Central Highlands: Rauh und menschenleer
Bewohner: weniger als neun Bewohner pro km²
Viehwirtschaft: besonders angepasst – das Hochlandrind mit den zotteligen Haaren und der Seehund kann schon mal an der Küste zu sehen sein
Hohen Stellenwert hat der Fischfang als eine der wenigen Erwerbsmöglichkeiten.
Sie sollten sich auf jeden Fall kurz die Orte “Strathpeffer”, “Beauly – mit Abteikirche” und “Dornoch” ansehen.
Besonders interessant sind die “Falls of Shin” an der A836 gelegen. Hier rauscht der River Shin in eine enge Schlucht.
Dunrobin Castle – Das schottische Neuschwanstein
Das prächtig angelegte, vieltürmige Dunrobin Castle besitzt 189 Räume. Die meisten hiervon sind zu besichtigen und immernoch prachtvoll eingerichtet. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und man sollte deshalb über den relativ hohen Eintrittpreis nicht ganz so eng sehen (ca. 10 Pfund). Die ältesten Teile gehen auf das 14. Jhd. zurück, in dem die Dynastie der Sutherlands, ehemals Schottlands größte Grundbesitzer, begann.
Öffnungszeiten: April – Oktober 10.30 – 16.30 Uhr, So. 13-16.30 Uhr
Die Highland – Games:
In Helmsdale finden immer wieder jährlich zu unterschiedlichen Terminen die großen Highland Games statt. In den Highlands finden in vielen Orten diese ungewöhnlichen Spiele statt. Hier findet man den Hammerwerfer oder den Baumschmeißer und viele mehr. Diese Spiele haben historische Hintergründe.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind in den Orten Dunbeath, Latheron, Wick oder auch in Dunnet zu finden.
Weitere Highland Sehenswürdigkeiten
John o`Groats: Hier verkehrt ein Passagierschiff zu den Orkney Inseln. Nebebei macht Duncansby Head, die nordöstlichste Spitze Großbritanniens, mit einem Leuchtturm auf sich aufmerksam. Tausende Seevögel nisten zwischen den Erdspalten. In John o`Groats finden Sie auch “The First” und “The Last” house of Scotland.
Dunnet: Unser Tip für alle Bade- oder Camping Urlauber – Dunnet Bay an der schmalen B 855, hier befindet sich ein langer Sandstrand und auch ein Campingplatz, auch Wundsurfer finden hier ihr Element.
Thurso: Der 10.000 Einwohner zählende Ort am gleichnahmigen Fluß erstreckt sich entlang der Thisro Bay und bietet seinen Sommergästen einen langen attraktiven Sonnenstrand. Die Wikinger waren es, die vor rund 1.000 Jahren die Siedlung gründeten.
Besichtigungen:
Heritage Museum (Juni-Sept. Mo-Sa. 10-17 Uhr), Lebensarten auf vergangener Ära, Fleisch, Fisch, Getreide, Felle und vieles mehr wurde an Skandinavien exportiert
In Thurso und Umgebung befindet sich die Typische Schottland – Hochmoorebene.
Nordküste und Badestrand
Bitte denken Sie dran: In der Nordküste ist das Wasser der Nordsee relativ sauber. Erkundigen Sie sich jedoch vor dem ausgiebigem Meerbad, ob auch an dieser Stelle gebadet werden kann. Bei unserem Aufenthalt wurde an einem Badestrand ein junger, aber toter Wal angeschwemmt. Ein Bad in der blutroten See wäre sicherlich daneben gewesen. Die örtlichen Behörden hatten den Strand allerdings nicht gesperrt.
Durness
Kap des Rehs: Auf den sturmgepeitschten Klippen überkommt den Besucher leichtdas wilde Gefühl, Teil der grenzenlosen Weite zu sein.
Westlich von Durness liegt ein schöner Sandstrand mit einer Ruine der aus dem 8. Jhd. datierenden Balnakeil Church.
Cape Wrath: nordwestlichster Punkt in Großbritannien, Steilklippen bis zu 160m hoch
Kinlochbervie: Fischauktionen
Ullapool, sowie Falls of Measach, Fähren (Ferries)
Das kleine, 800 Einwohner zählende, sympathische Städtchen Ullapool mit seinem schmucken weißen Häusern entlang des Loch Broom wurde im Jahr 1788 von der schottischen Fischerei – Vereinigung gegründet und ist bis heute eines der wichtigestenFischereizentren im hohen Norden.
Falls of Measach: 15km vor Ullapool, 50m hoher Wasserfall kann über eine Hängebrücke genau besichtigt werden (Vorsicht: stark schwankend)
Loch AWE: herrliches Panorama, Blick auf die Bucht – inmitten darin gelegen die Isle of Ewe. Am südlichen Ausläufer der Bucht befinden sich bei dem Weiler Poolewe die Inverewe Gardens, eine botanische Überraschung.
Eilean Donan Castle – Das meistfotografierteste Schloss der Welt
10km südlich von Kyle of Lochalsh an der A87 liegt auf einer kelinen Insel am Zusammenfluß dreier Seen und vor einer grandiosen Bergkulisse Schottlangs vielgerühmte Bilderbuchburg Eilean Donan Castle ( Ostern – Sept. tgl. 10-18 Uhr), seit 1230, zerstört bei den Jakobiteraufständen im Jahre 1719, wurde 1912-1932 aufwendig restauriert und ist wieder bewohnbar.